DCHV-Thementag Tourismus

03.09.2025
Welche Fragen stellt sich der Caravaning-Fachhandel

... zur Camping- und Caravaning-Infrastruktur?

Über diese Fragen diskutierte auch der DCHV entlang des Messeprogramms mit den Partnern des DCC, Deutschlands Verband für Zelt-, Caravan und Reisemobiltouristen.

Eine eigene Sicht dazu bringt Prof. Dr. Torsten Widmann von der DHBT, Duale Hochschule Baden-Württemberg in Ravensburg an unserem Stand mit ein:

„Rund um Caravaning sehe ich großes Potenzial für die Stellplatzinfrastruktur in Kooperation von Kommunen mit der regionalen Wirtschaft. Neue Zielgruppen wie die digitalen Nomaden zieht es in ländliche Regionen. Mobile Gäste schaffen Mehrwert in Handwerk, Gastronomie und Handel. Die Infrastruktur muss dafür vernetzt und digital sein. Caravaning kann die regionale Wirtschaft mit Kaufkraft und Ideen beleben.“

Auch während der Reise gibt es noch fehlende Infrastruktur. Einige Caravaning-Händler vermissen Straßenverkehrsschilder und online ausgewiesene Stellplätze, auf die man mit dem Gespann, also dem Wohnwagen, übernachten kann. Auch ein bestehendes Überholverbot für Wohnwagen mit 100er Zulassung sollte überdacht werden. 

DCHV-Tourismusvorstand Detlev Oelbracht resümiert:
„Vielleicht kann der Caravan, sprich das Reisen mit dem Gespann, über größere Distanzen wieder attraktiver werden, wenn Stellplätze zur Durchreise bekannt sind und weiter entstehen. 
Genauso wäre eine Aufweichung des Überholverbots zu überdenken, um das Reisen mit dem Caravan wieder komfortabler zu machen. 
Darüber hinaus fragen sich Caravaning-Händler der Premiummarken, warum die neue Führerschein Richtlinie bei 4,25t endet. Mit dem „alten“ Führerschein konnte man auch Fahrzeuge bis 7,5t fahren. Heutzutage sind die Sicherheits- und Assistenzsysteme in den Reisemobilen viel besser, so dass es hier kaum einen Unterschied machen müsste, ob ein Fahrzeug 4,25t oder 7,5t zulässiges Gesamtwicht aufweist.“

Caravaning, Reisen, Infrastruktur und Tourismuswirtschaft sind aus unserer Sicht untrennbar miteinander verbunden und gehören auf der politischen Agenda weiter nach oben.

Foto: Prof. Dr. Torsten Widmann (DHBT Ravensburg) mit Ariane Finzel, DCHV
 


Weitere Neuigkeiten

Batterie-Tipps

27.01.2026
Lebensdauer erhöhen

Die Lebensdauer von Batterien hängt wesentlich von Qualität, Lagerung, Pflege und Nutzung ab.
 
Da Batterien ab Werk meist nicht vollgeladen sind und oft länger ungenutzt im Fahrzeug verbleiben, ist ein konsequentes Überwachen und Nachladen des Ladezustands entscheidend.
 
Lithiumbatterien verbrauchen durch ihr Batterie‑Management‑System bereits ab Produktion Energie. Ein Schlafmodus kann den Eigenverbrauch reduzieren, ersetzt aber nicht das regelmäßige Laden.
 
Beim Laden spielt die Temperatur eine zentrale Rolle:
 
Bei niedrigen einstelligen Temperaturen können Lithiumbatterien zwar Energie abgeben, aber nicht aufnehmen. Dann hilft nur eine interne Batterieheizung oder das Erwärmen des Fahrzeugs.
Auch hohe Temperaturen verhindern eine korrekte Ladung, wenn die Batterie im Motorraum eingebaut ist.
 
Moderne Fahrzeuge aktivieren beim Türöffnen eine Startvorbereitung, die Steuergeräte und Motor „aufweckt“ und Energie verbraucht. Häufige kurze Aktivierungen können zu Tiefentladungen führen, besonders bei Vans ohne Aufbaubatterie oder wenn während der Fahrt bzw. über Landstrom nicht ausreichend nachgeladen wird.
 
Eine fachkundige Einweisung sowie die Beachtung der Herstellerhinweise sind unerlässlich, um Ausfälle zu vermeiden, um die Lebensdauer der Batterie zu erhöhen und die Kundenzufriedenheit zu sichern.


Eine ausführliche pdf-Fassung von Michael Graf, Autor und Ausbilder für Caravaning Technik an der Fahrzeugakademie in Schweinfurt, finden Sie im Mitgliederportal unter:


DCHV_Ausbildungsoffensive 


Thementag Aus- und Weiterbildung

25.01.2026
Produktneuheiten und Networking 

Im Sinne einer stets aktuellen Ausbildung präsentierten die Fördermitglieder ALKO, Bergstrom, Truma und Votronic dem DCHV und der FAS ihre Produktneuheiten. 

Beim technischen Messe-Rundgang von Michael Graf (FAS) und Heike Weis (DCHV) standen spannende Innovationen aus unterschiedlichsten Bereichen im Fokus - begleitet 
von einem wertvollen Austausch mit den Fachleuten vor Ort.  

Besonders gefreut hat uns auch der "CMT-Networking-Effekt": Der Besuch von Absolventen der Fachkraft für Caravan-Technik zeigt, wie nachhaltig Ausbildung wirkt.  

Mit dabei waren auch Julian Paval, der mit seiner Firma Julians GNS Reisemobiltechnik erfolgreich ist, sowie Dirk Plaueln (rechts im Bild mit Heike Weis und Michael Graf), der jetzt selbst als Referent im Lehrgang unterrichtet.

Ein starkes Beispiel dafür, wie Weiterbildung Karrieren formt, Innovation fördert und unsere Branche voranbringt! 

Rechtliche Herausforderungen im Handel

23.01.2026
Alles was Recht ist - die CMT Ausgabe 

Der DCHV-Thementag „Recht“ zeigte, mit welchen Herausforderungen die Händler u.a. zu kämpfen haben.
  
Der Antrag auf Ausnahmegenehmigung beim Kraftfahrt-Bundesamt für Einzelfahrzeuge aus auslaufenden Serien gehört in die obere Rangliste.
 
Die Richtlinie 2007/46/EG und Richtlinie 2018/858/EG und Verordnungen (EU) Nr. 167/2013 sowie (EU) Nr. 168/2013 umzusetzen bedeutet, sich zeitintensiver Bürokratie zu stellen.
 
Die KBA-Vorschriften beinhalten:

„Da für Fahrzeuge aus auslaufenden Serien eine Bescheinigung vorliegen muss, aus welcher hervorgeht, welchen Vorschriften die betroffenen Fahrzeuge genügen, wird gebeten, entsprechende Unterlagen (CoC, Herstellerbescheinigungen) sowie Unterlagen, aus denen ersichtlich ist, dass sich das Fahrzeug zum Zeitpunkt des Ungültig-werdens der betroffenen EU-Richtlinie oder EU-Verordnung in der Europäischen Union befunden hat (beispielsweise Lieferschein, Rechnung, Zoll-Dokumente etc.) dem Antrag beizufügen!“

Der DCHV setzt sich aktuell aktiv dafür ein, dass solche bürokratischen Hürden weiter abgebaut werden und solche PDFs bald der Vergangenheit angehören.